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Gedichte von
Hans-Peter Kraus

Einleitung

Der Klapperstorch für Gedichte

Ein Soldat stirbt nicht

Was ich dir schenken wollt’

Erinnerung an Charles M. Schulz

Das Weltbild der Ameise

Eine Sternstunde der deutschen Sprache

Herbstwunsch

Kandidatenplakate

Sagt nichts, kuckt nur

Ein Spaziergang im Dunkeln

Nicht fernsehreif

Was ist wichtig?

Unser schönes Maschinengewehr

Zwei alte Leute

Der Vater aller Bruderkriege

Biblische Geschichte des Fernsehens

Die kürzeste Romanze der Welt

Traumbaum

Weg ins Ungewisse

Bei uns zu Besuch

Erschießt sie

Spätwestern

Einzelhaft

ach du bliebe bleib

Was weiß ich

Für eine alte Frau

Vor dem Spiel

Menschenopfer

Der Tag davor

Auf Papier in Klarsichthüllen

Regiert die Welt

Ausschnitt aus der Schöpfungsgeschichte

 

 

Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Einzelhaft

Das Gefängnis hat keine Mauern,
die Zelle keine Tür,
ein Wärter ist nicht zu sehen.
Doch der Gefangene bleibt,
wo er ist,
denn wo er ist,
da ist es sicher.

Er beobachtet die Menschen.
Er hat klare Sicht.
Manchmal denkt er daran,
zu den Menschen zu gehen.
Doch wie soll er ausbrechen?
Das Gefängnis hat keine Mauern,
die Zelle keine Tür,
ein Wärter ist nicht zu sehen.

Der Gefangene weiß nicht,
wie lange er noch absitzen muss.
Ein Urteil wurde nie gesprochen.
Doch bald ist es ihm egal,
er bleibt,
wo er ist,
denn wo er ist,
da ist es sicher.

 

Zum Gedicht:
Ist jemandem nicht klar, dass es in diesem Gedicht um Schüchternheit, Angst vor Menschen geht? Ich meine mich zu erinnern, dass das sprachliche Bild von einem Gefängnis ohne Mauern nicht von mir ist, sondern aus einem Psychologie-Buch zum Thema. Das Ganze ausgeschmückt und stilisiert ergab dann diesen Text.

Thema dieser Seite:
Gedicht über Schüchternheit, Sozialphobie.