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Einzelhaft
Das Gefängnis hat keine Mauern,
die Zelle keine Tür,
ein Wärter ist nicht zu sehen.
Doch der Gefangene bleibt,
wo er ist,
denn wo er ist,
da ist es sicher.
Er beobachtet die Menschen.
Er hat klare Sicht.
Manchmal denkt er daran,
zu den Menschen zu gehen.
Doch wie soll er ausbrechen?
Das Gefängnis hat keine Mauern,
die Zelle keine Tür,
ein Wärter ist nicht zu sehen.
Der Gefangene weiß nicht,
wie lange er noch absitzen muss.
Ein Urteil wurde nie gesprochen.
Doch bald ist es ihm egal,
er bleibt,
wo er ist,
denn wo er ist,
da ist es sicher.
Zum Gedicht:
Ist jemandem nicht klar, dass es in diesem Gedicht um Schüchternheit, Angst vor Menschen geht? Ich meine mich zu erinnern, dass das sprachliche Bild von einem Gefängnis ohne Mauern nicht von mir ist, sondern aus einem Psychologie-Buch zum Thema. Das Ganze ausgeschmückt und stilisiert ergab dann diesen Text.
Thema dieser Seite:
Gedicht über Schüchternheit, Sozialphobie.