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Gedichte von
Hans-Peter Kraus

Einleitung

Der Klapperstorch für Gedichte

Ein Soldat stirbt nicht

Was ich dir schenken wollt’

Erinnerung an Charles M. Schulz

Das Weltbild der Ameise

Eine Sternstunde der deutschen Sprache

Herbstwunsch

Kandidatenplakate

Sagt nichts, kuckt nur

Ein Spaziergang im Dunkeln

Nicht fernsehreif

Was ist wichtig?

Unser schönes Maschinengewehr

Zwei alte Leute

Der Vater aller Bruderkriege

Biblische Geschichte des Fernsehens

Die kürzeste Romanze der Welt

Traumbaum

Weg ins Ungewisse

Bei uns zu Besuch

Erschießt sie

Spätwestern

Einzelhaft

ach du bliebe bleib

Was weiß ich

Für eine alte Frau

Vor dem Spiel

Menschenopfer

Der Tag davor

Auf Papier in Klarsichthüllen

Regiert die Welt

Ausschnitt aus der Schöpfungsgeschichte

 

 

Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Erschießt sie

Hört auf zu reden,
erschießt die Hartz IV-Empfänger.
„Die bringen nichts, die kosten nur.”
Tut es endlich,
erschießt die Arbeitslosen.
„Die bringen nichts, die kosten nur.”
Bloß keine Hemmungen,
erschießt die Rentner.
„Die bringen nichts, die kosten nur.”
Los.
Erschießt sie alle.
Die Faulenzer/die Träumer/die Spinner
die Künstler/die Dichter/die Philosophen
erschießt sie/rottet sie aus/tilgt sie von der Erde,
aber zuERST
zuerstzuerstzuerst:
Erschießt euch selbst.

 

Zum Gedicht:
Diese Hetze geht ja schon recht lange so: Früher waren es die Sozialhilfeempfänger, jetzt sind es Hartz IVer. Und Arbeitslose sind eh immer verdächtig gewesen und die Rentner werden immer mehr. Was mich ärgert, ist, dass Leute hier Entscheidungen treffen, die überhaupt nie in die Gefahr kämen, von diesen Entscheidungen betroffen zu sein. Dafür haben sie sich selbst finanziell zu gut gepolstert.

Thema dieser Seite:
Hartz IV im Gedicht, Beitrag zur Diskussion um den Sozialstaat.