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5. Kreuzweise
Kreuzspinne
Kreuzotter
Kreuzbandriss
Kreuzigung
Kreuzschlitzschraube
Es gibt viele schöne Sachen, die mit Kreuz anfangen. Unser
Thema soll selbstverständlich die Dings sein, die unter ihren
Opfern genauso beliebt ist wie Vogelscheiße auf 'nem neuen
Jackett. Der Gag einer Dings besteht in der Verkomplizierung der
einfachen Beziehungskiste ein Langfinger-ein Fob-ein Ziel durch
eine Konstellation mit zwei Langfingern, einem Fob und zwei Zielen,
wobei sich die Angriffsbahnen auf dem Feld des wahrlich angeschissenen
Fobs kreuzen.
Mich deucht als wär ein Bildchen zur Verdeutlichung dieses
Tatbestands jetzt genau das Richtige. Da isses auch schon:
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Dia 42:
Spragget - King
London 1985
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Schauen wir uns das Trio Turm B., Turm E. und König G. VII
an. Der Te7 ist gefesselt, er kann die 7.Reihe nicht verlassen,
doch wen kümmert's. Eine Fesselung, bei der Langfinger
und Fob auf der selben Welle funken, das Fob also selbst dem Langfinger
einen Wellensalat an den Kopf werfen kann, ist nicht besonders stabil.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, so eine Fesselung bei Laune
zu halten: Entweder wird der Gegner mit Schach-, Matt- oder irgendeinem
anderen der Zehn Gebote herumgescheucht, oder man veranstaltet einen
Ausflug ins Heilige Land nebst Abschlachtung einiger Andersgläubiger,
kurz Kreuzzug genannt: 1.Td8-e8.
Die Fesselung vor dem König verhindert
1. ... Te7xe8, die vor der Dame 1. ... Te7xb7, nur 2.Te8xe7 kann
nicht mehr verhindert werden. Und wenn das kein Trost ist, dann
müsste es eine Dings sein, und die baut man am einfachsten
mit einem Kreuzzug, und der setzt voraus, dass bereits eine Fesselung
auf dem Brett herumlungert, und falls das der Fall ist, dann erledigen
Sietzi & Bautzi in gewohnter Maniküre den Rest: Völlig
geräuschlos und mit ohne Zeugen.
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Dia 43:
Marshall - Capablanca
St. Petersburg 1914
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Glatzköpfchen hat Probleme mit der amerikanischen Justiz, weiß
aber von nix. Im Gegenteil, er kichert sich halbkahl, weil er seinem
Gegner eine Falle gestellt hat. Erschießt der Sheriff den
schwarzen Hengst 1.De2xc4, dann kostet ihn das seinen Job: 1. ...
c7-c6 2.Sd5-b6+ Kc8-c7 3.Dc4-c5 Dd6xg3+. Doch wo bliebe da die fröhliche
Ente, wenn ein glatzköpfiger Gauner über den Vertreter
von Recht und Staubsaugern siegen würde?
Nur gut, dass Sietzi & Bautzi den Sheriff
hilfreich zur Seite schubsen, und tatsächlich: Marschall sieht
sie, die Fesselung des Le6 vor dem Feld e8, denn sowohl Le6xd5 wg
De2-e8+ plus Lf3-g4+ als auch Le6xh3 wg De2-e8+ mit der Zugabe Sd5-e7+
würden ein hartes Ende nehmen. Also schießt der Sheriff
sofort haarscharf 1.Lf3-g4 oder anders gesagt: Er baut sie,
die Dings.
Jetzt ist die Situation für Glatzköpfchen
wirklich zum Haareausraufen. Egal welche Antwort er in Erwägung
zieht, immer findet sich ein Haar in der Suppe. 1. ... Le6xg4 ließe
ihm nach 2.De2-e8+ Dd6-d8 3.Sd5-e7+ die Haare zu Berge stehen, 1.
... Dd6xg3+ 2.Kg1-h1 bliebe eine haarige Sache, und selbst 1. ...
Ke8-d7 würde mit 2.De2xc4 Dd6xg3+ 3.Kg1-h1 Dg3-e1+ 4.Kh1-g2
De1-d2+ 4.Lg4-e2 haarfein widerlegt.
So tut Glatzköpfchen das einzig Vernünftige.
Er lässt Party Party sein und gönnt sich eine Prise Kultur
in der St. Petersburger Oper, wo ein nagelneues, ultrascharfes Musical
Premiere hat: HAIR.
Kurze Nachbemerkung für Haarspalter
Klar passt HAIR historisch nicht ins St.Petersburg des Jahres 1914,
aber erzähl mir mal einer, was Glatzköpfchen beim "Figaro"
soll. Löckchen drehen oder was?
Lange Nachbemerkung für alle, die es
haargenau nehmen Folgendes ist passiert: Bei der Überarbeitung
der Marshall-Glatzköpfchen-Story fiel mir plötzlich auf,
daß nach dem Pferdeschuß 1.De2xc4 der Sheriff nicht
seinen Job verliert sondern ein Dauerschach drin ist. 1. ... c7-c6
2.Sd5-b6+ Kc8-c7 3.Dc4-c5 Dd6xg3+ 4.Lf1-g2 Le6xh3 und jetzt 5.Sb6-d5+
Kc7-b8 6.Dc5-f8+ Kb8-a7 7.Df8-c5+. Ein Blick in meine Quelle bestätigte
jedoch: Das Urteil nach 3. ... Dd6xg3 hieß Gewinnstellung
für Capa. Jawattenjetz'?
Ich buddelte nach weiteren Quellen, und siehe
da, ein anderer Autor urteilte vorsichtiger. Angeblich erreicht
Marschall mit 1.De2xc4 nichts, Begründung Fehlanzeige. Ockydocky,
immerhin hatte Marschall die Partie gewonnen, also kann man die
Remisvariante Dxc4 noch als Falle durchgehen lassen
Denkste. Eine dritte Quelle sprudelte heraus,
dass Capablanca kein Härchen gekrümmt wurde. Nach 1.Lf3-g4
Dd6xg3+ 2..Kg1-h1 Kc8-b8 3.Lg4xe6 Sc4xb2 gewann er die Partie
sogar noch. Diese völlig unbedeutende Tatsache hatten die beiden
ersten Autoren netterweise unterschlagen. Die ganze Story war im
Eimer, kein Besuch der St. Petersburger Oper, kein HAIR, kein Figaro.
Man sollte diese Schreiberlinge den Käsekuchenglöcknern
zum Fraß vorwerfen. Glauben Sie mir, keinem von diesen Brüdern
kann man glauben oder noch besser: Glauben Sie mir nicht, denn 1.Lf3-g4
Sc4-e5 hab ich, wie alle anderen auch, gar nicht erst erwähnt.
Doch nun genug geheult, werfen wir lieber
ein Auge auf die nächste Stellung.
HALT! Kontaktlinsenträger entfernen
bitte vorher die Linse. Sie könnte beim Aufprall zu Schaden
kommen.
Fertig? Dann los:
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Dia 44:
Ribli - Adorjan
Ungarn 1983
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Zu Beginn dieses Kapitels hat jemand behauptet - wahrscheinlich
der Autor, die dumme Nuss -, dass es nur zwei Möglichkeiten
gibt, eine fesselnde Beziehung zwischen zwei gleichfunkigen Figuren
aufrechtzuerhalten bis das die Null sie scheidet: Eins der Zehn
Gebote oder ein Kreuzzug. Sie haben ihm natürlich kein Wort
geglaubt. In der Tat ist diese Aussage nicht nur völlig korrekt,
sie stimmt sogar zu zwei Dritteln. Das fehlende Drittel ist der
kreuzige Subtraktionsangriff: 1.Lc4-f1. Das Matt durch Tc8xc1xd1
hindert die weiße Lady daran, der schwarzen Puppe einen Scheitel
zu ziehen. Da sie es außerdem im Kreuz hat, beantragte Ribli
eine Null.
Rein schachlich betrachtet waren die gezeigten
Beispiele für das Aufmotzen einer Fesselung zu einer Dings
nicht von der Sorte, die einen vom Töpfchen reißt, obwohl
das Capablanca-Komplott immerhin Stoff zum Nachdenken brachte. Interessanter
wird die Chose, wenn noch keine Fesselung die Partie beglücken
tut, die gesamte Dings also in einem Rutsch produziert werden muss.
Die Kiste läuft im Normalfall so ab, dass ein Fob via Duisburger
in eine Fesselung gezerrt wird, wo es dann sofort mit einem Kreuzzug
oder einem kreuzigen Subtraktionsangriff was auf 's Holzauge
bekommt, ein Duisburger plus also.
In den folgenden Beispielen werden vier Arten
von Duisburgern plus irgendwas Kreuzendes präsentiert: eine
Figur tauschen, ein Schach spendieren, ein Matt drohen und zwei
Tassen Kaffee trinken.
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Dia 45:
Addison - Steinmeyer
USA 1963/64
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Addy tauschte 1.Tb2xb5
und lauschte 2. ... Tb7xb5
auf den Schrei. 2.Da2-a4
Es war sofort vor- 2. ...
über. 1:0
Übrigens durfte Addy die Tauscherei nicht mit 2.Tb1xb5 Tb8xb5
übertreiben, da die einfache Fesselung 3.Da2-a4 so wertlos
ist wie das "Guten Morgen" eines Bullen: 3. ... Tb5-b7.
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Dia 46:
Bisguir - Evans
USA 1959
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 Als Columbo vor 5000
Jahren die Vereinigten Salate entdeckte, hat er garantiert nicht
geahnt, dass sich aus diesem Haufen Bisonscheiße einmal das
Land der unbegrenzten Tödlichkeiten entwickeln würde.
Tatsächlich glaubt man da drüben noch immer an eine Besserung
von Straftätern durch ihre Hinrichtung. Auch im Sport lieben
die Amis das Spiel bis zum bitteren Ende, mit der Krönung durch
den "Sudden Death"-Modus. Immer muss es einen Sieger und
einen Besiegten geben. Dazwischen existiert nichts, kein Unentschieden,
kein Remis, höchstens Werbeminuten.
Wer will es Evans da krumnehmen, wenn er ziemlich
unruhig auf seinem Stuhl rumrutscht, zumal 1.Da7-a3+ äußerst
elektrisierend wirkt. Nach 1. ... Kf8-g8 2.Le4xh7+ sprühen
bereits die Funken, aber was ist mit 1. ... De6-e7? Ein Aufschub
in letzter Sekunde? Nein, ein Kurzschluss: 2.Le4-c6.
Nur gut, dass Evans außer dem Probesitzen
auf Feuerstühlen auch noch ein anderes Hobby hat. Er denkt
sich für sein Leben gern Gambite aus. Sein letztes hat er erst
vor kurzem erfunden. Das ist jetzt höchstens ein, zwei, den
wievielten haben wir heute? Den 06.03., also höchstens ein,
zwei Jahrhunderte ist das jetzt her.
Nach dem Tausch- ,dem Schach- und vor dem
Zwei-Tassen-Kaffee-Duisburger kommt nun der mit dem Matt.
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Dia 47:
Rada - Kostal
Prag 1942
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1942 war ein Scheißjahr - besonders für Beerdigungsinstitute.
Obwohl gestorben, abgekratzt, massakriert und abgeschlachtet wurde
wie nie zuvor, verzeichneten die Bestattungsinstitute dramatische
Umsatzeinbußen. Das lag in erster Linie an der neuen Mode,
Leute nicht nur in Massen umzubringen, sondern sie auch in Massengräbern
zu beerdigen, falls noch etwas zum Beerdigen übrig blieb. Es
ging wirklich abwärts mit der Zivilisation, wenn selbst ein
ehrbarer Bestattungsunternehmer bei so vielen Toten nicht mehr sein
täglich Brot verdienen konnte.
Verglichen mit dieser großen menschlichen
Tragödie hatte "Das kleine Prager Zugunglück",
wie der Name schon sagt, bescheidenere Ausmaße:
Weiß grabschte den Läufer 1.Tb1xb2
und bekam dafür was auf die Fingers 1. ... Tb7xb2. Nicht
blöd, packte er daraufhin das Salztöpfchen aus, um mit
2.Dd3-d4 dessen Inhalt in die schwarzfeldrigen Wunden zu
streuen. Turm und König bittelten und bettelten die schwarze
Mama an bis sie dann schließlich in die Fesselung vor dem
Feld g7 ging: 2. ... Da5-e5. Dieser Zug erwies sich jedoch
als ihr Unglück, denn 3.Tf1-e1 schmiss die Mama aus
der Bahn.
In der Schlussstellung ist die schwarze Dame
einerseits vor einem Turm, andrerseits vor einem Feld gefesselt.
Diese Feststellung überrascht hier sicher niemanden mehr, und
auch den Menschen draußen im Lande an den Bildschirmen und
CD-Playern - dieses Buch wird tatsächlich auf CD übertragen;
kleine, grüne Männchen haben sich dankenswerterweise bereit
erklärt, den ganzen Stuss in den 1-0-Code zu übersetzen
- ist seit dem ersten Kapitel längst klar, dass es mehr Fesselungsziele
gibt als den König oder eine wertvolle Figur.
Bevor der mit Spannung erwartete Zwei-Tassen-Kaffee-Duisburger
serviert wird, möchte ich eine weitere nicht ganz so dramatische
Erkenntnis aufdecken:
Es ist überraschend, dass Spieler, die
selbst in schlechten Zeiten besser sind als Sie, ich, die Leserinnen
und Leser, der Autor und die Menschen draußen im Lande, eine
so gewalttätige Aktion wie sie die Kreuzfesselung darstellt,
nicht rechtzeitig wahrnehmen. Woran liegt das?
Darauf gibt es zwei Antworten. Die eine fängt
mit "Keine Ahnung", die andere mit Dia 4 an.
Erinnern Sie sich? In Dia 4 standen sich
auf einer offenen Linie zwei schwarze Türme und ein weißer
gegenüber. Niemand würde in einer derartigen Situation
an eine Fesselung denken. Das ist auch weiter kein Wunder, weil
in 99% aller Fälle die Beachtung der gegenseitigen Schlagetotmöglichkeiten
ausreicht. Doch gerade diese Konzentrierung auf die gegenseitige
Angriffsbeziehungskiste verhindert die rechtzeitige Wahrnehmung
einer mangelnden Beweglichkeit aus der Angriffslinie raus, also
einer Fesselung. Dafür sind die Dias 42 und 44 erschreckend
simple Beispiele. Dort fesselte ein Turm einen Turm beziweis eine
Dame eine Dame vor einem König. Diese Figurenkonstellationen
wurden aufgrund der Dominanz der gegenseitigen Schlagmöglichkeiten
nicht als Fesselungen wahrgenommen - bis die Dings das Gegenteil
bewies.
Mein Vorschlag: Schauen Sie sich doch mal
Ihre letzten zehn oder zwanzig Partien daraufhin durch, ob dort
solche krummen Fesselungen zwischen Figuren, die sich gegenseitig
platt machen können, vorgekommen sind. Auch wenn diese Konstellationen
meistens keine große Rolle spielen, weil sie durch Abtausch
ganz schnell von der Brettfläche verschwinden, wäre es
nicht schlecht, einen Blick für diese Sachen zu bekommen bevor
die Dings Sie schneidet. Überhaupt sollten Sie mal eine Sightseeing-Tour
durch Ihre Partien unternehmen, um Ihre eigenen Erfahrungen mit
Fesselungen aller Art zu begutachten. Vielleicht haben Sie es gar
nicht nötig, sich ein Leerbuch über Langfinger, Fobs und
Ziele reinzuziehen.
Aber bevor Sie ein Auge in Ihre Partieensammlung
werfen - Vorsicht! Kontakt-linsenträger ent ... nee, den hatte
ich schon. Also kurz gesagt: Vor eine Sightseeing-Tour haben die
Götter den Zwei-Tassen-Kaffee-Duisburger gesetzt.
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Dia 48:
Dahl - Schulz
Irgendwo in Deutschland
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Die Götter müssen verrückt sein. Der Zwei-Tassen-Kaffee-Duisburger
wurde zwar schon eine Million Mal angekündigt, trotzdem muss
ich Ihnen unbedingt vorher erzählen, was gerade passiert ist.
Nachdem der Vortrag über die philosophischen
Grundlagen einer Dings endlich im Kasten war, hab ich noch schnell
Dia 48 fertiggestellt und mich dann auf meinen Drahtesel geschwungen,
um mir in der Stadt was hinter die Kiemen zu schieben. Unter anderem
bin ich auf meinem Weg auch an einem Busparkplatz vorbeigekommen.
Da parkten Busse drauf!
Und auf einem dieser Busse stand in großen,
blauen Lettern: DER KLEINE DUISBURGER.
Klar, das musste ein Zeichen sein. Nur was
wollten die Götter damit sagen?
Ich grübelte mir das Hirn krümelig
und ganz langsam - wie die Haare in meiner Nase - wuchs in mir eine
Erkenntnis. Die Botschaft konnte nur lauten: "Laber nich',
servier die Kombi."
Herr Dahl räumte 1.e5-e6 und
lenkte hin 1. ... Lg4xe6, drohte 2.Le3-d4 und lenkte
ab 2. ... f7-f6, attackierte 3.Dg3-g4 und langte zu
1:0.
Und wo sind die zwei Tassen Kaffee?
Unterwegs. Sie sitzen im Zug 2.Le3-d4. Läufer
nach d4 ist einer der seltenen Momente in der Geschichte der Menschheit,
in dem es gelang mit einem Zug zwei verschiedene Fobs
(Le6 und f-Bauer) vor zwei verschiedene Ziele (Kg8 und g-Bauer)
zu zwingen, denn 2. ... f7-f6 musste sein, da 2. .... g7-g6 wegen
3.Dg3-e5 keinen überzeugenden Eindruck machte. So aber stand
der Le6 von allen guten Regenschirmen verlassen im schüttenden
Nass. Sein Privatschirm, der f-Bauer, hatte mit dem Sturm auf g7
zu kämpfen, der nach 3.Dg3-g4 das Aufspannen 3. ... f6-f5 verhinderte.
Eine vergleichbar herausragende Leistung
ist eigentlich nur von Emma Lucaczewsky aus Supperville im Bundesstaat
Ohio (USA) bekannt.
Jetz' kommse.
Ihr gelang es, in einem Zug gleichzeitig
und simultan zwei Tassen Kaffee auszutrinken, ohne einen
Tropfen zu verschütten.
Herr Dahl bekam für seine Leistung einen Punkt und ein Dia
in diesem Buch, Emma Lucaczewsky erhielt die Hauptrolle in "Pretty
Woman".
Was lernen wir daraus?
There's no business like chessbusiness.
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