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Gedichte von
Hans-Peter Kraus

Einleitung

Der Klapperstorch für Gedichte

Ein Soldat stirbt nicht

Was ich dir schenken wollt’

Erinnerung an Charles M. Schulz

Das Weltbild der Ameise

Eine Sternstunde der deutschen Sprache

Herbstwunsch

Kandidatenplakate

Sagt nichts, kuckt nur

Ein Spaziergang im Dunkeln

Nicht fernsehreif

Was ist wichtig?

Unser schönes Maschinengewehr

Zwei alte Leute

Der Vater aller Bruderkriege

Biblische Geschichte des Fernsehens

Die kürzeste Romanze der Welt

Traumbaum

Weg ins Ungewisse

Bei uns zu Besuch

Erschießt sie

Spätwestern

Einzelhaft

ach du bliebe bleib

Was weiß ich

Für eine alte Frau

Vor dem Spiel

Menschenopfer

Der Tag davor

Auf Papier in Klarsichthüllen

Regiert die Welt

Ausschnitt aus der Schöpfungsgeschichte

 

 

Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Spätwestern

Schießt erst,
presste der Anführer der Siedler
zwischen den Lippen hervor,
wenn ihr,
er stöhnte auf,
das Weiße in ihren Augen seht,
und starb.
Die Indianer griffen an.
Kein Schuss fiel.
Widerstandslos
ließen sich die Sieder abmetzeln.
Warum
hatten sich die Bleichgesichter nicht gewehrt?
Die Indianer
nahmen ihre verspiegelten Sonnenbrillen ab
und grübelten.

 

Zum Gedicht:
Ich gebe zu, dieses Gedicht ist ein Witz. Aber ich sehe den Film genau vor mir: Die Angriffsreihe der Indianer zu Pferd wird von hinten gezeigt. Dann Nahaufnahme einiger verwirrter Siedler und dann aus der Ferne das Gemetzel. Zum Schluss eine Einstellung, die von einem toten Siedler am Boden hochfährt zu einem Indianer der eine Sonnenbrille trägt, sie abnimmt und sich grübelnd am Hinterkopf kratzt.

Thema dieser Seite:
Gedicht über einen Western-Mythos, Kino im Kopf, Western-Satire, lustiges Gedicht.